Arbeitsschritte zum Falten einer Raumzelle.

1.Dachbolzen:
Aufschneiden der Dachabdichtung an den Zugpunkten. Einsetzen der Dachbolzen. Ausrichten der Zugösen in Zugrichtung. Die Öse liegt auf einer Sperrholzplatte mit unterseitiger Dichtung. Am Unterzug wird unter die Mutter eine Stahlplatte mit Filzunterlage gelegt. Die Muttern werden stramm angezogen.Die Dachbolzen bleiben so lange eingebaut, bis die Dachabdichtung ausgeführt wird.

 

2.Ausbau der Fassadenelemente:
Auf der Rauminnenseite werden die senkrechten und die obere Deckleiste entfernt. Beginnend innen von links wird am 1. Fassadenelement der äußere Deckstab entfernt. Mit einem Hebel wird nun das Element aus dem 1. Stützpfosten nach links aus der Nut gedrückt. Das Element wird jetzt nach innen gekippt und von 4 Mann zum Lagerort getragen. Vor dem entfernen vom 1. Pfosten wird oben die Sicherungsschraube entfernt.Die Deckenelemente werden mit einem gesicherten Bauspriesen der vor den Bodenelementen steht, abgestützt.

 

3.Falten und Klappen der Bodenelemente:
Bevor die Böden geklappt werden können, müssen alle Deckleisten an den Fenstern der Giebelwände entfernt werden. An den Unterzügen werden 4 Schraubösen befestigt, in die jeweils 1 Greifzug eingehängt wird. An den Böden wird an den 4 Anschlagpunkten jeweils 1 Zugeisen befestigt. Die Sicherungsschraube wird leicht angezogen. Das Drahtseil des Greifzuges wird bei den Klappböden unter dem Unterzug geführt, Bei einfachen Böden wird das Seil durch den gegenüberliegenden Träger gezogen. Mit den Greifzügen wird jetzt das 1. Klappelement hochgezogen. An jedem Bodenelement werden 2 Stützböcke im Bereich der Scharniere festgeschraubt. Diese verhindern ein Überdrehen der 1.Böden und stützt das Bodenpaket auf dem Boden der Kernzelle ab.

4.Klappen der Giebelwände:
Vor dem Klappen der Giebelwände muss im vorderen Bereich der hochgezogen Böden die Wärmedämmung entfernt werden. Nur so können die Wände vollständig eingeklappt werden. Die Giebelwände werden an den äußeren Enden mit einem Hydraulikheber angehoben und das Unterlagholz entfernt.

5.Anheben der Dächer
An den Klappdächern werden am Rand je 2 Dachbolzen mit Drahtseilschlaufen eingeschraubt. Der Kran hebt jetzt die Dächer soweit an, bis die Giebelwände eingedreht werden können. Dies wird mit einer ca 5 m langen Latte gefahrlos ermöglicht. Der Kran lässt jetzt die Dächer vorsichtig ab und die Dachbolzen werden entfernt. Die Zelle ist jetzt zum Heben bereit.

6.Stahlträger entfernen und einbauen.
Werden 2 Zellen in der Breite zusammengestellt, ist zum Stützen der Dachränder ein Stahlträger erforderlich. Die Dachhaut zwischen den Dächern wird aufgeschnitten und die eingebaute Dämmwolle vollständig entfernt. Die Einhängehaken der Träger werden sichtbar. Zum Ausbauen der Träger wird eine Giebelwand unter Anheben des Daches mit der Winde ca.. 1/3 eingedreht. Der Träger wird mit 2 Schlüpfen eingehängt und leicht angehoben. Jetzt können die Stahlstützen entfernt werden. Die Dächer werden jetzt mit jeweils 1 Bauspriess in der Mitte des Dachrandes an einer tragfähigen Stelle abgestützt. Der Kran lässt den Träger langsam ab und zieht ihn nach Vorne aus dem Gebäude.
 
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

Beim Aufbau von 2 in der Breite kombinierten Zellen wird das Dach der Hauptzelle aufgeklappt und in der Mitte des Dachrandes abgespriesst. Die 2. Zelle wird gestellt und die anzuschließende Dachhälfte hochgezogen. Eine Kontrolle und Korrektur der Position der Anschlusszelle ist jetzt einfach möglich. Erst wenn beide Dächer einen gleichmäßigen Abstand von 5 – 7 cm haben, kann der Stahlträger in umgekehrter Reihenfolge eingebaut werden. Die Stahlstützen werden vorab ca 2 cm erhöht eingebaut. So können die Giebelwände noch ausgerichtet werden. Nach dem Ausrichten der Giebelwände wird der Träger mit der Winde angehoben, entsprechend unterlegt und abgelassen.